Pressestimmen:
19.02.04  -  Sozialistischer Tapetenwechsel in Berliner Büroräumen
(Berliner Morgenpost)
18.02.04  -  Von der Rolle
(Berliner Zeitung)
16.02.04  -  Der Palast als Tapete
(Spiegel)
Nr.3/04  -  DER GANZ NAHE OSTEN
(living at home)
Nr.1/04  -  Palast-Altlast für jedermann
(designreport)
21.11.03  -  Total von der Rolle
(taz berlin)
Nr.24/03  -  Power-Frauen
(Tip)
Web 2  -  Decorators of the world, unite!
(Guardian)
25.11.03  -  Palast statt Palmenstrand
(Berliner Zeitung)
Nr.45/03  -  Mit Stefanie Bürkles "Berliner Tapete"...
(Bauwelt)
17.05.03  -  Palast der Republik als Fototapete
(Stuttgarter Zeitung)

Der Palast für Jedermann!

Was vom Palast der Republik übrig blieb, bietet die Künstlerin Stefanie Bürkle als exklusiven Wandschmuck. Rollenweise Palasttapete für jedes Wohn- und Arbeitszimmer.
Der Palast der Republik im Zentrum der alten, neuen Hauptstadt ist asbestsaniert, entkernt, versperrt. Schon längst sollte der Palast aus dem öffentlichen Interesse verschwunden sein. Abriss oder Integration in einer Schlossrekonstruktion, Zwischennutzung oder Leerstand der Ruine, Neubau oder eine Mischung aus allem zugleich. Wie auch immer die Zukunft des Schlossplatzes gestaltet sein mag, die Künstlerin Stefanie Bürkle hat den Palast schon jetzt als Tapete für zukünftige Innenraumgestaltung produziert. Rollenweise kann jeder die Tapete hier bestellen, um sich seinen Palast nach Hause zu holen.

Wie reizvoll diese Kupferglasfassade wirklich gewesen ist, zeigt erst ihr (vorläufiges Ende) als Meterware. Die Fassaden des Neuen Berlins verstellen die Freiräume der Stadtbrachen. Die neuen Stadtwände haben die Lücken in der Blockbebauung geschlossen. Was für unsere Wohnungen die Tapeten, sind für die Stadt die Fassaden. So zeigt der öffentliche Raum das zunehmend austauschbare Gesicht der neuen Fassadendekors. Genügt von einem Gebäude, das in der Diskussion ikonographisch mit der ostdeutschen Identität gleichgesetzt wurde, nicht sowieso die Fassade? Wer braucht schon eine Fassade ohne Inhalt, wenn doch die bildnerische Vervielfältigung der Palastoberfläche das Überleben des Projektionsraumes "Palast der Republik" besser sichert als neue lustlos geführte Endlosdiskussionen. So wird die Fassade aus dem öffentlichen Raum in den privaten Raum transzendiert.

Mit jedem tapezierten Quadratmeter Fassadenmuster wird die Identität des Palastes als Mahnmal und Manifest umcodiert und somit befreit vom Ballast der Palastdiskussion.